| *** WETTERSTATION CHRISTNACH *** |
| Lage und Höhe der Station: 49°47'13"N / 6°16'38"E / 307 m |
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Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,9 °C war der Juli 2026 ein ausgesprochen warmer Monat und lag 2,1 °C über dem Klimamittel 1991–2020. Nach dem Rekordjuli 2018 war es der zweitwärmste Juli der Messreihe. Die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen lagen bei 28,6 °C. Insgesamt wurden 23 Sommertage mit mindestens 25 °C, 13 heiße Tage mit mindestens 30 °C und ein extrem heißer Tag registriert. Am 29. Juli stieg die Temperatur auf 35,8 °C.
Die Nächte blieben dagegen im Durchschnitt angenehm frisch. Die mittlere Tiefsttemperatur betrug lediglich 10,9 °C. Eine markante Hitzewelle setzte ab dem 9. Juli ein und dauerte bis zum 16. Juli. Während dieser Phase lagen die Tageshöchstwerte meist zwischen 31 und 35 °C. Der wärmste Tag nach Tagesmitteltemperatur war der 11. Juli mit 24,2 °C.
Eine vorübergehend frischere Wetterphase stellte sich zwischen dem 19. und 24. Juli ein. Der kühlste Tag des Monats war der 20. Juli mit einer Tagesmitteltemperatur von 14,5 °C. Die Tageshöchstwerte lagen während dieser Phase meist zwischen etwa 20 und 24 °C, sodass es zwar deutlich frischer, für die Jahreszeit jedoch keineswegs ungewöhnlich kühl war. Am Morgen des 21. Juli sank die Temperatur bis auf 5,7 °C.
Zum Monatsende kehrte die Hitze rasch zurück. Eine dritte ausgeprägte Wärme- und Hitzephase begann bereits am 25. Juli und setzte sich bis Anfang August fort. Sie dauerte, abgesehen von einer kurzen Unterbrechung am 1. August mit einem Tageshöchstwert von 29,1 °C, bis zum 4. August an. Der Höhepunkt wurde am 29. Juli mit 35,8 °C erreicht.
Der Juli verlief ausgesprochen trocken. Es wurden lediglich drei Regentage registriert. Mit insgesamt nur 22 mm Niederschlag fielen 51 mm weniger als im langjährigen Mittel von 73 mm. Ein großer Teil des Monatsniederschlags fiel am 17. Juli, als kräftige gewittrige Schauer 19,2 mm Regen brachten. Abgesehen von wenigen weiteren Niederschlägen blieb der Monat nahezu vollständig trocken.
Außergewöhnlich war auch die Sonnenscheindauer. Mit insgesamt 354 Sonnenstunden wurde das langjährige Mittel von 257 Stunden deutlich übertroffen. Dies entspricht rund 138 % des Klimamittels. Noch nie seit Beginn der Messreihe war ein Juli derart sonnig. Auch der relative Sonnenscheinanteil erreichte mit 76 % einen neuen Rekord. Die durchschnittliche Bewölkung betrug lediglich 2,8/8.
Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit lag bei 63 %, das mittlere Tagesminimum sogar nur bei 35 %. Diese ungewöhnlich niedrigen Werte verdeutlichen, wie trocken die Luftmassen während großer Teile des Monats waren.
Der mittlere Luftdruck betrug 1017,8 hPa. Die durchschnittlichen täglichen Windspitzen lagen bei 32 km/h. Die stärkste Böe wurde am 30. Juli mit 61 km/h registriert, als eine Kaltfront über das Land hinwegzog.
Die mittlere Sonneneinstrahlung betrug 270 W/m², der durchschnittliche UV-Index lag bei 3,4. Die höchste mittlere Sonneneinstrahlung wurde am 3. Juli mit 338 W/m² gemessen. An diesem Tag erreichte auch der mittlere UV-Index mit 4,1 einen besonders hohen Wert.
Vom 1. bis 5. Juli überwog freundliches und mäßig warmes Hochdruckwetter. Bei westlichen bis nördlichen Winden blieben die Temperaturen zunächst auf einem für die Jahreszeit angenehmen Niveau.
Ab dem 6. Juli verstärkte sich der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa zunehmend und die Temperaturen stiegen deutlich an. Vom 9. Juli an wurden mehrere Tage in Folge Höchstwerte von über 30 °C registriert. Gleichzeitig blieb der Himmel meist nur gering bewölkt. Zwischen dem 13. und 16. Juli bildeten sich tagsüber vermehrt Quellwolken, nennenswerte Niederschläge blieben jedoch zunächst aus.
In der Nacht zum 17. Juli überquerte eine Tiefdruckrinne die Region und brachte kräftige gewittrige Schauer. Damit wurde die Hitzephase vorübergehend beendet. Vom 18. bis 24. Juli stellte sich eine nördliche Strömung ein. Bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken lagen die Tageshöchsttemperaturen meist um 22 bis 24 °C und damit auf einem angenehm sommerlichen Niveau. Die Nächte waren zeitweise ausgesprochen frisch.
Ab dem 25. Juli verstärkte sich der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa erneut. Mit zunehmend warmer Luft setzte ein weiterer kräftiger Hitzeschub ein. Die Temperaturen stiegen rasch wieder über 30 °C und erreichten am 29. Juli mit 35,8 °C ihren Monatshöchstwert. Am 30. Juli überquerte schließlich eine Kaltfront das Land und brachte zeitweise auffrischenden Wind, ohne die inzwischen ausgeprägte Trockenheit nachhaltig zu beenden.
Wie bereits der Juni war auch der Juli 2026 ein außergewöhnlich warmer, extrem sonniger und deutlich zu trockener Monat. Mit der zweithöchsten Juli-Mitteltemperatur der Messreihe und einem neuen Rekord bei der Sonnenscheindauer setzte sich der außergewöhnliche Verlauf des Sommers 2026 fort.
Besonders bemerkenswert war die Kombination aus häufigem Hochdruckeinfluss, mehreren ausgeprägten Hitzephasen und nur wenigen Niederschlagsereignissen. Nach dem bereits heißen und trockenen Juni verschärfte sich das Niederschlagsdefizit weiter. Die Folgen waren in der Natur zunehmend deutlich sichtbar: Wiesen und Felder trockneten stark aus, und selbst zahlreiche Laubbäume zeigten bereits frühzeitig Verfärbungen oder begannen Blätter abzuwerfen. Der Sommer 2026 befindet sich damit nach den ersten beiden Sommermonaten weiterhin auf außergewöhnlichem Rekordkurs.
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