*** WETTERSTATION CHRISTNACH ***
Lage und Höhe der Station: 49°47'13"N / 6°16'38"E / 307 m

Juli 2026 August 2026 - Wetterrückblick September 2026
Wetterübersicht mit Wetterkarte und Webcambild - Zeitraffer (klick aufs Bild)

Monatsrückblick August

Der August 2026 war ein außergewöhnlich warmer, sonniger und trockener Monat. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,7 °C lag er 2,9 °C über dem langjährigen Klimamittel. Die durchschnittliche Tiefsttemperatur betrug 12,4 °C, während die Tageshöchsttemperaturen im Mittel bei 27,2 °C lagen. Damit setzte sich die außergewöhnlich warme Witterung der beiden ersten Sommermonate fort.

Vor allem die erste Monatshälfte war ausgesprochen heiß und trocken. Zwischen dem 1. und 16. August wurden insgesamt zwölf heiße Tage mit mindestens 30 °C registriert. Der wärmste Tag des Monats war der 3. August mit 36,7 °C. Damit wurde zugleich ein neuer Dekadenrekord für diesen Zeitraum seit Beginn der Messreihe im Jahr 2014 erreicht. Im Jahr 2003 waren allerdings noch höhere Temperaturen gemessen worden.

Nach einer kurzen Unterbrechung setzte ab dem 8. August erneut eine ausgeprägte Hitzephase ein. Bis zum 16. August wurden innerhalb von neun Tagen insgesamt neun heiße Tage registriert. Besonders heiß war es zwischen dem 13. und 15. August. Am 14. August stieg die Temperatur auf 36,3 °C.

Am selben Tag brach auch der große Brand im Hohen Venn aus. Mehr als 3.000 Hektar Wald- und Torfflächen standen mehrere Tage lang in Flammen. Der Rauch des Brandes erreichte später auch unsere Region und führte zeitweise zu einer deutlich verschlechterten Luftqualität.

Die zweite Monatshälfte verlief insgesamt etwas kühler, blieb im Mittel jedoch weiterhin leicht zu warm. Eine auffallend frische Phase stellte sich zwischen dem 21. und 25. August ein. Besonders die Nächte waren zeitweise ungewöhnlich kühl. Der tiefste Wert des Monats wurde am 24. August mit 5,2 °C gemessen. Am 25. August blieb auch die Tageshöchsttemperatur mit 17,8 °C auf einem für August recht kühlen Niveau.

Am 27. August kehrte der Hochsommer nochmals kurz zurück. Die Temperatur erreichte 30,3 °C.

Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit lag bei 64,8 %. Das mittlere tägliche Minimum betrug etwa 40 %. Während der ausgeprägten Hitzephase wurden jedoch außergewöhnlich niedrige Werte registriert. Vom 12. bis 14. August sank die relative Luftfeuchtigkeit tagsüber zeitweise auf lediglich 16 bis 18 %.

Der mittlere Luftdruck betrug 1015,6 hPa. Die Luftdruckschwankungen blieben insgesamt relativ gering. Der niedrigste Wert wurde am 19. August mit 1002,9 hPa gemessen, der höchste am 23. August mit 1025,2 hPa.

Die durchschnittlichen täglichen Windspitzen lagen bei 33 km/h. Die stärkste Böe des Monats wurde am Abend des 3. August nach der extremen Hitze registriert. Im Vorfeld eines schwachen Gewitters erreichte sie 61 km/h. Auch am Abend des 19. August wurden während eines Gewitters noch Böen bis 56 km/h gemessen.

Insgesamt fielen im August lediglich 37,8 mm Niederschlag. Das langjährige Klimamittel liegt bei rund 72 mm. Damit fiel nur etwas mehr als die Hälfte der normalerweise zu erwartenden Niederschlagsmenge. Die erste Monatshälfte verlief ausgesprochen trocken. In der zweiten Monatshälfte wurde die Witterung zwar wechselhafter, die Niederschläge blieben jedoch meist gering und konnten die bestehende Trockenheit kaum lindern.

Erst am letzten Augusttag fielen nochmals knapp 10 mm Regen. Dadurch wurden die Böden zumindest oberflächlich wieder feuchter und auch das Gras begann sich stellenweise etwas zu erholen.

Mit einer durchschnittlichen Bewölkung von 3,7/8 war der Monat insgesamt relativ wolkenarm. Dabei bestanden jedoch deutliche Unterschiede zwischen der sehr sonnigen ersten und der wesentlich wolkenreicheren zweiten Monatshälfte. Diese Unterschiede spiegelten sich auch deutlich in der Sonneneinstrahlung und den UV-Werten wider.

Die mittlere Sonneneinstrahlung betrug 205 W/m². Jahreszeitbedingt lag sie damit niedriger als in den beiden ersten Sommermonaten. Der durchschnittliche UV-Index betrug 2,9 und lag damit ebenfalls etwas unter den Werten von Juni und Juli, im Vergleich zum Klimamittel jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.

Insgesamt schien die Sonne 258 Stunden. Das langjährige Klimamittel liegt bei etwa 237 Stunden. Damit verlief auch der August erneut überdurchschnittlich sonnig.

Witterungsverlauf

Die ersten Augusttage wurden von einem Hochdruckgebiet über dem nördlichen Mitteleuropa geprägt. Mit einer südöstlichen Strömung gelangten sehr warme und trockene Luftmassen in unsere Region. Die Temperaturen stiegen auf hochsommerliche Werte und erreichten am 3. August mit 36,7 °C ihren Monatshöchstwert.

Am 4. August erreichten Atlantikfronten unsere Region und sorgten vorübergehend für etwas kühlere Temperaturen. Bereits ab dem 7. August verstärkte sich der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa jedoch erneut. Die Temperaturen stiegen rasch wieder an.

Am 12. August lag das Hochdruckgebiet erneut über dem nördlichen Mitteleuropa. Die Strömung drehte zunehmend auf Südost bis Süd. Dadurch gelangten extrem heiße und trockene Luftmassen aus Nordafrika bis in unsere Region. Zwischen dem 13. und 15. August wurden nochmals außergewöhnlich hohe Temperaturen registriert.

Erst am 16. August drehte die Strömung auf Nordwest und führte etwas kühlere Luft heran. Mit dieser Strömung gelangte allerdings auch Rauch des Großbrandes im Hohen Venn bis in unsere Region. Während etwa zwei Tagen war die Luftqualität zeitweise sehr schlecht. Der Brandgeruch war deutlich wahrnehmbar und teilweise beißend.

Am 18. August näherte sich ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik. Die Strömung drehte wieder auf Südwest und die Luftqualität besserte sich rasch. Anschließend zogen wiederholt Tiefdruckgebiete und Frontensysteme vom Atlantik über unsere Region. Sie brachten zeitweise leichte Niederschläge und einzelne Schauer, größere Regenmengen blieben jedoch zunächst aus.

Zwischen dem 21. und 25. August gelangten zeitweise deutlich frischere Luftmassen in die Region. Die Nächte kühlten stark aus und am 24. August wurde mit 5,2 °C der Monatstiefstwert registriert.

Vom 26. bis 28. August setzte sich bei einer südöstlichen Strömung nochmals sommerliches Wetter durch. Am 27. August wurde mit 30,3 °C nochmals ein heißer Tag registriert. Zum Monatsende sorgten atlantische Tiefdruckgebiete erneut für wechselhafteres Wetter und schließlich für etwas ergiebigeren Regen.

Monatsbilanz

Wie bereits Juni und Juli war auch der August 2026 ein außergewöhnlich warmer, überdurchschnittlich sonniger und deutlich zu trockener Monat. Damit setzte sich der außergewöhnliche Verlauf des Sommers 2026 bis zum Monatsende fort.

Die erste Monatshälfte war durch anhaltenden Hochdruckeinfluss, große Hitze und extreme Trockenheit geprägt. Die zweite Monatshälfte verlief dagegen wesentlich wechselhafter und insgesamt näher an den für die Jahreszeit üblichen Verhältnissen. Neben einzelnen Regenperioden traten zeitweise auch deutlich kühlere Phasen auf.

Insgesamt wurde der Sommer 2026 zum wärmsten Sommer der Messreihe und erreichte zugleich beim Sonnenschein einen neuen Spitzenwert. Die außergewöhnliche Kombination aus Hitze, hoher Sonnenscheindauer und lang anhaltendem Niederschlagsmangel prägte damit alle drei Sommermonate.

Die Natur litt erheblich unter der lang anhaltenden Trockenheit und Hitze. In den Wäldern lagen bereits im August zahlreiche vertrocknete Blätter auf dem Boden. Viele Bäume zeigten deutliche Trockenstress-Symptome und warfen ihr Laub ungewöhnlich früh ab. Auch Wiesen und Felder waren vielerorts stark ausgetrocknet.

In der Landwirtschaft dürften die anhaltende Hitze und der Wassermangel zu erheblichen Ertragseinbußen geführt haben. Auch im Weinbau werden teilweise Verluste von 30 bis 40 % erwartet. Gleichzeitig könnten die starke Sonneneinstrahlung und die hohen Temperaturen bei den verbliebenen Trauben zu einer besonders guten Qualität beitragen.

W
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
31
32
33
34
35
36

August 2026 - Wetterdaten
Meteo August 2026

Mittel- und Extremtemperaturen
Meteo August 2026

Einige Eindrücke des Monats