| *** WETTERSTATION CHRISTNACH *** |
| Lage und Höhe der Station: 49°47'13"N / 6°16'38"E / 307 m |
| Juni 2026 - Wetterrückblick |
| Wetterübersicht mit Wetterkarte und Webcambild - Zeitraffer (klick aufs Bild) |
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,1 °C war der Juni 2026 der wärmste jemals gemessene Juni. Noch nie zuvor wurde in einem Juni eine so hohe Monatsmitteltemperatur erreicht – und das, obwohl die erste Monatshälfte noch vergleichsweise kühl verlief. Die ab dem 18. Juni einsetzende Hitzewelle fiel außergewöhnlich intensiv aus. Insgesamt lag der Monat 3,2 °C über dem Klimamittel. Während die Nächte mit einer mittleren Tiefsttemperatur von 12,0 °C noch vergleichsweise kühl blieben, erreichte die durchschnittliche Höchsttemperatur 26,3 °C und lag damit ähnlich hoch wie im Jahr 2023.
Die kälteste Nacht wurde am Morgen des 15. Juni mit 3,8 °C gemessen, der kühlste Tag war der 10. Juni mit einer Tagesmitteltemperatur von 11,3 °C. Am 11. Juni stieg die Höchsttemperatur lediglich auf 16,1 °C. Bereits ab dem 16. Juni setzte jedoch eine markante Erwärmung ein. Vom 18. bis 28. Juni wurden an jedem Tag Temperaturen von über 30 °C registriert, zwischen dem 24. und 27. Juni sogar über 35 °C. Der 26. Juni ging mit 38,5 °C als heißester jemals gemessener Tag in die Messgeschichte ein und übertraf den bisherigen Rekord vom 25. Juli 2019 um 0,1 °C. Auch die Tagesmitteltemperatur des 27. Juni erreichte mit 27,9 °C einen neuen Rekord.
Die wärmste Nacht wurde am Morgen des 28. Juni mit 19,2 °C gemessen und war zugleich die drittwärmste Nacht seit Messbeginn im Jahr 2014. Fünf der zehn höchsten Juni-Maximaltemperaturen seit Beginn der Messreihe im Jahr 1947 stammen nun aus dem Juni 2026. Dies verdeutlicht eindrucksvoll, wie außergewöhnlich diese Hitzewelle war. Auch die letzte Junidekade stellte einen neuen Rekord auf: Mit einer Durchschnittstemperatur von 25,3 °C war sie die wärmste jemals gemessene Junidekade.
Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit betrug 72,5 %, das mittlere Tagesminimum lag bei 47,4 %. Am trockensten war der 27. Juni mit nur 25 %. Am feuchtesten verlief der 2. Juni, als intensive schauerartige Regenfälle niedergingen. Das Tagesminimum der Luftfeuchtigkeit betrug an diesem Tag 76 %, der Tagesmittelwert lag bei 88 %. Während der Hitzewelle lagen die Taupunkte häufig zwischen 18 und 20 °C, was die Hitze besonders belastend machte.
Der mittlere Luftdruck betrug 1017 hPa. Der tiefste Wert wurde am 4. Juni mit 1003,7 hPa gemessen, der höchste am 7. Juni mit 1024,2 hPa. Die mittleren Windspitzen lagen bei 32 km/h. Am ruhigsten verlief der 24. Juni mit maximal 16 km/h, während die stärkste Böe am 19. Juni bei einem schwachen Gewitter mit 55 km/h registriert wurde.
Mit lediglich 44,8 mm Niederschlag fielen deutlich weniger Niederschläge als im langjährigen Mittel von 68,0 mm. Die meisten Niederschläge konzentrierten sich auf den Monatsanfang. Vom 13. bis 25. Juni blieb es vollständig trocken, wodurch Böden und Vegetation zunehmend austrockneten. Zum Monatsende traten nochmals einige kräftigere Schauer auf, angesichts der entstandenen Trockenheit waren sie jedoch kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mit durchschnittlich 3,7/8 Bewölkung war insbesondere die zweite Monatshälfte ausgesprochen sonnig. Insgesamt wurden 284 Sonnenstunden registriert – rund 18 % mehr als im langjährigen Mittel von 241 Stunden. Vom 17. bis 27. Juni schien die Sonne täglich mehr als zwölf Stunden, häufig sogar zwischen 14 und 16 Stunden. Am 12. Juni wurden dagegen lediglich 2,3 Sonnenstunden verzeichnet.
Der 1. Juni verlief trocken und angenehm warm. Vom 2. bis 5. Juni dominierte eine aktive Westwindlage mit zahlreichen Regenfällen und Schauern sowie eher kühlen Temperaturen. Am Wochenende des 6. und 7. Juni beruhigte sich das Wetter vorübergehend, blieb tagsüber jedoch noch recht kühl. Auch in der darauffolgenden Woche überwogen dichte Bewölkung und einzelne schwache Regenschauer.
Während sich über Südwesteuropa bereits ein kräftiges Hochdruckgebiet mit extremer Hitze etablierte, wurden Mitteleuropa und insbesondere der Norden Europas zunächst weiterhin von atlantischen Frontensystemen beeinflusst. Erst ab dem 15. Juni weitete sich das Hoch zunehmend nach Mitteleuropa aus. Zunächst zogen noch zahlreiche Wolkenfelder durch, doch ab dem 18. Juni bestimmte ein außergewöhnlich kräftiges subtropisches Hochdruckgebiet das Wettergeschehen. Dadurch etablierte sich über Mitteleuropa eine ausgeprägte Hitzeglocke, unter der sich die Luft von Tag zu Tag weiter aufheizte. Die Temperaturen stiegen verbreitet auf über 30 °C und erreichten in der letzten Junidekade extreme Werte.
Am Rekordtag, 26. Juni, trat ein kurzes, aber nur schwaches Gewitter auf. Es brachte kaum Abkühlung und beendete die Hitze nicht. Erst zum Monatsende zog eine Kaltfront vom Atlantik über Mitteleuropa hinweg und brachte etwas gemäßigtere Temperaturen, die jedoch weiterhin über dem langjährigen Mittel lagen. Weitere leichte Regenfälle folgten in der Nacht zum 29. Juni.
Der Juni 2026 war der außergewöhnlichste Juni der gesamten Messreihe. Er brachte nicht nur die höchste jemals gemessene Juni-Mitteltemperatur, sondern mit 38,5 °C auch den höchsten jemals registrierten Tageshöchstwert. Trotz einer noch vergleichsweise kühlen ersten Monatshälfte entwickelte sich der Monat zu einem historischen Rekordmonat. Die Hitzewelle der letzten Junidekade zählt zweifellos zu den markantesten Wetterereignissen der gesamten Messreihe.
Darüber hinaus verlief der Monat deutlich zu trocken und außergewöhnlich sonnig. Die Kombination aus extremer Hitze, lang anhaltendem Sonnenschein und fehlenden Niederschlägen führte vor allem in der zweiten Monatshälfte zu einer raschen Austrocknung von Böden und Vegetation.
| Juni 2026 - Wetterdaten |
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| Mittel- und Extremtemperaturen |
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