| *** WETTERSTATION CHRISTNACH *** |
| Lage und Höhe der Station: 49°47'13"N / 6°16'38"E / 307 m |
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 13,7 °C war der Mai 1,0 °C wärmer als das Klimamittel der Periode 1991–2020. Der Monat zeigte jedoch große Gegensätze: Während die erste Maidekade durchschnittlich mild verlief, war die zweite außergewöhnlich kühl. Die dritte Dekade brachte schließlich nahezu hochsommerliche Temperaturen.
Bereits am 2. Mai wurden knapp 25 °C erreicht. Danach folgte eine längere kühle Wetterphase. Der 12. Mai war mit einer Höchsttemperatur von lediglich 11,2 °C der kühlste Tag des Monats. Am Morgen des 17. Mai trat leichter Bodenfrost auf; die Tiefsttemperatur sank auf 0,3 °C.
Ab dem 22. Mai setzte sich eine ausgeprägte Frühsommerperiode durch. Bis zum 30. Mai wurden insgesamt 9 Sommertage registriert. Den Höchstwert erreichte der 26. Mai mit 29,8 °C, womit die 30-Grad-Marke nur knapp verfehlt wurde.
Mit 60,4 mm Niederschlag verlief der Monat leicht trockener als im langjährigen Mittel. Mehr als die Hälfte der Monatssumme fiel bereits am 10. und 11. Mai. Allein am Abend des 10. Mai brachten kräftige Gewitterschauer 25,4 mm, gefolgt von weiteren 8,2 mm in der Nacht. Vom 21. Mai bis fast zum Monatsende blieb es nahezu trocken.
Die Sonnenscheindauer betrug insgesamt 261 Sonnenstunden. Die mittlere Globalstrahlung erreichte 222 W/m², während der UV-Index im Durchschnitt bei 2,8 lag.
Der 1. Mai verlief sonnig, trocken und mit 23,6 °C sehr angenehm. Bereits am 2. Mai zogen zahlreiche Schleierwolken auf, verursacht durch eine Front über Belgien. Am 3. Mai nahm die Bewölkung weiter zu, ausgelöst durch ein Tiefdruckgebiet über dem Ärmelkanal.
Vom 4. bis 7. Mai überwogen starke Bewölkung und zeitweise Regen. Eine nördliche Strömung führte kühle Polarluft nach Luxemburg und sorgte für deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen.
Am 8. und 9. Mai setzte sich vorübergehend Hochdruckeinfluss durch. Die Temperaturen stiegen wieder auf etwas über 20 °C. Am Abend des 10. Mai überquerte eine Kaltfront von der Nordsee die Region und löste kräftige Gewitterschauer aus.
Vom 11. bis 17. Mai prägte eine nordwestliche Zyklonallage das Wetter. Dichtere Bewölkung wechselte sich mit sonnigen Abschnitten und einzelnen Schauern ab. Die Tageshöchsttemperaturen blieben während dieser gesamten Periode unter 15 °C, auch die Nächte verliefen ungewöhnlich kühl.
Zwischen dem 18. und 21. Mai blieb der Tiefdruckeinfluss zunächst bestehen. Mit einer auf Südwest drehenden Strömung gelangte jedoch zunehmend mildere Luft nach Luxemburg. Gleichzeitig stieg der Luftdruck an und die Bewölkung lockerte sich immer häufiger auf.
Ab dem 22. Mai etablierte sich ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. Mit südlicher Strömung gelangte sehr warme Luft aus Spanien nach Luxemburg. Das Wetter war überwiegend sonnig und die Höchsttemperaturen lagen an fast allen Tagen knapp unter 30 °C. Lediglich am 30. Mai wirkte der Himmel durch Saharastaub leicht milchig. Am 31. Mai beendeten Gewitterschauer die frühsommerliche Wärmephase und sorgten für eine leichte Abkühlung.
Der Mai präsentierte sich insgesamt als leicht zu warmer, leicht zu trockener und überdurchschnittlich sonniger Monat. Besonders auffällig waren die starken Gegensätze zwischen der ungewöhnlich kühlen zweiten und der außergewöhnlich warmen dritten Maidekade.
Die durchschnittliche Tiefsttemperatur lag bei 6,9 °C, die mittlere Höchsttemperatur bei 20,5 °C. Die letzten zehn Tage des Monats verliefen außergewöhnlich warm und ließen bereits einen sehr warmen Sommer erahnen.
Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit betrug 75 %, das mittlere Tagesminimum lag bei 50 %. Der mittlere Luftdruck erreichte 1016,6 hPa, wobei am 25. Mai mit 1031 hPa der höchste Wert des Monats gemessen wurde.
Starke Windböen waren selten. Die höchste Böe wurde am 13. Mai mit 48 km/h registriert. Mit 261 Sonnenstunden verlief der Mai ausgesprochen freundlich und schloss den meteorologischen Frühling mit einer ausgeprägten Frühsommerphase ab.
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