| *** WETTERSTATION CHRISTNACH *** |
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| Februar 2026 - Wetterrückblick |
| Wetterübersicht mit Wetterkarte und Webcambild - Zeitraffer (klick aufs Bild) |
Der Februar war deutlich zu mild. Die Mitteltemperatur lag mit 5,3 °C klar über dem langjährigen Mittel (1991–2020) von 2,1 °C. Damit zählt dieser Monat zu den mildesten Februaren der Messreihe, bleibt jedoch noch deutlich hinter dem Rekord-Februar 2024 zurück, der auf 6,8 °C kam.
Vor allem war der Monat aber viel zu nass. Insgesamt fielen 113,8 mm Niederschlag, was 207 % des Monatssolls entspricht. Im Durchschnitt fallen im Februar lediglich rund 55 mm. Noch deutlich nasser war zuletzt nur der Februar 2020.
Wegen der häufigen Bewölkung blieb auch die Sonnenscheindauer deutlich unterdurchschnittlich. Mit knapp 52 Sonnenstunden wurden nur etwa 65 % des klimatologischen Mittels von rund 80 Stunden erreicht.
Der Monat begann unter Tiefdruckeinfluss vom Atlantik. Eine nahezu stationäre Luftmassengrenze trennte eisige Luft über Nordosteuropa von milder Atlantikluft. Die kalte Luft hielt sich längere Zeit über dem Norden Deutschlands und Skandinavien. Vom 1. bis 3. Februar wirkten sich die Fronten dieser Grenzzone mit anhaltenden Niederschlägen auch bei uns aus.
Am 4. und 5. Februar stellte sich unter einer südöstlichen Strömung vorübergehend trockeneres Wetter ein, allerdings mit viel Nebel und Hochnebel, der sich meist erst am Nachmittag auflöste.
Am 6. Februar brachte eine von Süden aufziehende Front leichten Regen. Mit einer auf Südwest drehenden Strömung wurde es anschließend spürbar milder. Am 8. und 9. Februar lagen wir zwischen einem kräftigen Hoch über Osteuropa und einem Atlantiktief in einer schwachen südöstlichen Strömung. Das Wetter blieb trüb und eher kühl.
Vom 10. bis 13. Februar dominierten erneut Tiefdruckgebiete mit zahlreichen Fronten aus Südwesten und Westen. Der Niederschlag fiel dabei besonders ergiebig aus. Entlang der Luftmassengrenze zur sehr kalten Luft im Norden kamen allein am 11. Februar 21,6 mm, am 12. Februar weitere 14,6 mm zusammen. Gleichzeitig sank der Luftdruck auf 975 hPa – ein bemerkenswert tiefer Wert.
Am 14. Februar drehte die Strömung auf Nord, und es wurde deutlich kühler, bei weiterhin bedecktem Himmel. Der 15. Februar brachte nochmals winterliche Verhältnisse: Die Höchsttemperatur erreichte nur 1,6 °C. Am Abend setzte mit Eintreffen einer Warmfront kräftiger Schneefall ein. Innerhalb von zwei Stunden bildete sich eine etwa 6 cm hohe Schneedecke, die jedoch durch einströmende Warmluft noch in der Nacht wieder vollständig taute.
Vom 16. bis 18. Februar gestaltete sich das Wetter wechselhaft mit Regenschauern und sonnigen Abschnitten; die Temperaturen lagen in etwa im Normalbereich. Am Abend des 18. Februar fielen kurzzeitig nochmals rund 2 cm Schnee, der jedoch rasch in Regen überging.
Anschließend verdrängte sehr milde, subtropische Luft aus Südwesten die kalte Frostluft weit nach Nordosten Europas. Bei uns blieb es drei Tage lang grau, feucht und regnerisch. Die Temperaturen stiegen kontinuierlich an, auch nachts wurde es zunehmend milder. Am 22. Februar sank die Temperatur nicht mehr unter 9,5 °C – ein neuer Höchstwert für die letzte Februardekade.
Vom 24. bis 27. Februar bestimmte ein Hoch über Mitteleuropa das Wetter. Zunächst hielt sich zäher Nebel, sodass trotz sehr milder Luftmassen die Höchstwerte unter 15 °C blieben. Am 26. Februar wurden jedoch bereits 16 °C, am 27. Februar sogar 17,5 °C erreicht – nur knapp unter dem Wert vom 27. Februar 2019, als 18,9 °C gemessen wurden.
Am letzten Februartag überquerte eine Kaltfront die Region und verdrängte die ungewöhnlich warme Luft. Mit einer Höchsttemperatur von 11 °C blieb es jedoch weiterhin deutlich zu mild, bei leicht wechselhaftem, aber trockenem Wetter.
Es gab lediglich sieben Frosttage, deutlich weniger als im Mittel, und keinen einzigen Eistag. Die Kältesumme betrug nur 0,1 °C – ein ausgesprochen niedriger Wert. Die tiefste Temperatur war mit -2,2 °C ebenfalls unspektakulär.
Mit einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 89,5 % war der Monat außerordentlich feucht. Der sonnige 27. Februar war mit einem Minimum von 54 % der trockenste Tag.
Der mittlere Luftdruck lag bei 1005,8 hPa und damit relativ niedrig, was den überwiegend regnerischen und trüben Charakter des Monats widerspiegelt.
Auch der Wind spielte eine gewisse Rolle: Mit einer mittleren Spitzenböe von 32 km/h war der Monat zeitweise recht windig. Ein ausgeprägter Sturm blieb jedoch aus; die stärkste Böe wurde am 12. Februar mit 53 km/h gemessen.
Bemerkenswert ist zudem, dass etwa die Hälfte der gesamten Sonnenscheindauer auf die letzte Februarwoche entfiel. Der übrige Monat präsentierte sich außergewöhnlich trüb und sonnenscheinarm.
Insgesamt war es ein deutlich zu milder, sehr nasser und sonnenscheinarmer Februar – meteorologisch interessant, aber wenig winterlich.
| Februar 2026 - Wetterdaten |
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| Mittel- und Extremtemperaturen |
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